my★luni BARFt…

Luna bekam ich mit dem Hinweis „sie kann nur dieses eine Trockenfutter ab, nichts anderes“. Hmm, dachte ich mir, zumal dieses Trockenfutter nicht das Beste war und sie, der Nase nach zu urteilen 😷, auch dieses nicht wirklich gut vertrug. Zudem war ihre ganze Haut am Unterbauch schwarz. Zu der Zeit gab es noch wenig getreidefreies Fertigfutter und ich hatte mich schon vorher mit dem Thema BARF beschäftigt und probierte es aus. Und war wirklich begeistert, wie gut es ihr tat und wie schön ihr Fell und ihre Haut wurden.

Luna war leider generell sehr anfällig und wir machten einiges zusammen durch – Blutohren, Wasserrute, plötzliche Taubheit sind nur einige Beispiele…und mit ca. 11 Jahren bekam sie chronischen Durchfall, den auch die Tierärzte nicht in den Griff kriegten – Euthanasie stand im Raum. „Aber doch nicht wegen so einer 💩…“ war damals mein Gedanke und ich recherchierte selbst und wurde zum Glück in Fachliteratur auch fündig. Zu verlieren hatten wir eh nichts.

Im letzten Jahr begann ich eine Ausbildung zur BARF-Beraterin, um meiner Luni auch im Alter ernährungstechnisch helfen zu können. Leider war uns dies nicht mehr vergönnt.

BARF ist in aller Munde – die einen lieben es, die anderen finden Argumente dagegen. Wenn ein Hund gesundheitliche Baustellen hat und man mit einer Futterumstellung eine Verbesserung oder sogar Gesundung erreichen kann, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

Man muss dazu sagen, dass BARF sehr viel mehr ist, als nur Frischfleisch zu füttern. Und wenn ich mich in BARF-Foren umschaue, machen es viele scheinbar schlichtweg falsch und ich kann die Skepsis anderer Menschen oder Tierärzte nachvollziehen. Man muss schon auf ein paar Sachen achten, aber es ist durchaus einfach. Für mich ist es die natürlichste Art, einen Hund zu ernähren, wenn man bedenkt, dass sich die Anatomie des Verdauungssystems im Vergleich zum Wolf kaum verändert hat. Egal ob Chihuahua oder Dogge.

Nichtsdestotrotz gibt es mittlerweile aber auch gutes Feucht- und Trockenfutter ohne (viel) Getreide. Und damit können Hunde auch ein biblisches Alter erreichen. BARF ist kein „Allheilmittel“, wenn es so simpel wäre, würden wir uns alle einfach gesund ernähren und steinalt werden…😉